Dienstag, Mai 30, 2006

John



So heißt unser neustes Kind im Waisenhaus. Er kam vergangene Woche. Seine Mutter, eine ehemalige Bettlerin mit verkrüppelten Füssen, wurde vom Vater nach der Hochzeit verlassen. Sie fand dann trotz Behinderung vor kurzem Arbeit in der einheimischen Bekleidungsindustrie. Jetzt kann sie sich natürlich nicht mehr um das Kind kümmern und hat es uns gegeben. Der Vater hat seinen Sohn nie gesehen. Ich werde später mehr über seine Behinderung schreiben.



Subarna, John und Colleen

Sonntag, Mai 28, 2006

Garten



Hier ein Bild von meinem Garten. Ich baue viele deutsche Gemüsesorten an, aber da die Regenzeit nun bald beginnt, habe ich mit dem Anbau der einheimischen Gemüsesorten begonnen.

Donnerstag, Mai 25, 2006

"Zum Vergleich"

Die durchschnittliche Lebenserwartung in Bangladesch beträgt 62 Jahre für Frauen und Männer. In Deutschland sind es 76 Jahre für die Männer und 82 Jahre für die Frauen.

Dienstag, Mai 23, 2006

Morium (Maria)



Morium (links) kam kürzlich ins Waisenhaus. Ihr Vater ertrank und ihre Mutter heiratete erneut und lies das Mädchen bei ihrer Schwester. Da die Schwester aber selber Witwe ist, schafft sie es nicht mehr sich neben ihren eigenen Kindern auch noch um Morium zu kümmern. Deshalb hat sie sich entschlossen, das Mädchen zu uns zu bringen. Sie ist sehr lieb. Daran erkennt man, dass sie eine gute und liebevolle Erziehung hatte.

Sonntag, Mai 21, 2006

Eine Armee von Spielern



Die Kinder spielen sehr gern Puzzle, Memory, Karten und Mikado.
Auf dem Bild ist eine ganze Gruppe von Spielern zu sehen. Ich bin am Ende immer am Schauen, dass alles wieder gut aufgeräumt wird.

Freitag, Mai 19, 2006

Mehr Wohnraum



Seit einiger Zeit sind wir wieder am Bauen. Eigentlich kann ich das so gar nicht sagen, denn wir haben seit Anfang Januar 2003 fast ununterbrochen auf dem Gelände gebaut. Wenn nicht unmittelbar mit dem Waisenhaus verbunden, dann ein anderes Projekt unserer Organisation, das eng mit dem Waisenhaus verbunden ist (zum Beispiel das Jungeninternat oder die Bora Schule). Hier ein Bild von dem aktuellen Baugeschehen. Auf unserem Haus bauen wir ein zweites Stockwerk, um mehr Raum für Besucher und Helfer zu bekommen. Wir erwarten und erhoffen, dass wir einen stetigen Zulauf von Handwerkern im Ruhestand oder in wetterbedingter Winterpause haben. Deswegen brauchen wir mehr Zimmer. Die Helfer sollen uns beim Bauen helfen, aber auch die Jugendlichen in der Werkstatt anlernen und begleiten.

Montag, Mai 15, 2006

Wasser



Aller paar Monate werden unsere Wassertanks gereinigt. Da wir keine städtische Wasserversorgung haben, nutzen wir unseren eigenen Tiefbrunnen, von dem wir das Wasser hoch in Auffangbehälter auf dem Dach pumpen. Von dort wird dann alles über Druck versorgt. Das Trinkwasser und Wasser, dass wir zum Kochen brauchen, wird dann erst noch vor dem Verzehr durch die Behälter gefiltert. Dadurch wird der Eisengehalt geringer und das Wasser auch so gereinigt. In dem Gazibehälter sind verschiedene Schichten von Steinen, Sand und Mineralien.

Freitag, Mai 12, 2006

Schlangen



Immer wieder finden wir auf dem Gelände des "Home of Love" diverse Schlangen. Manche der Schlangen sind giftig und andere nicht. Nobojoy fand eine ganze Familie. Auf dem Bild seht ihr die Kinder, wie sie nach den Schlangen suchen.
Später werden die erlegten Schlangen den Fischen zum Fraß vorgeworfen.

Mittwoch, Mai 10, 2006

Guten Tag



Agnes und Phoebe


Nachdem wir in den letzten 25 Monaten mit Gaszylindern und Behältern gekocht haben, können wir nun bekannt geben, dass wir seit ein paar Tagen Stadtgas (kommt aus der Leitung) haben. Das erleichtert die Arbeit unseres Koches Tulshan gewaltig und auch die Küchenwände und -decken werde nicht mehr so schnell dunkel. Außerdem brauchen wir wesentlich weniger Geld pro Monat. Halleluja. Danke an alle, die dafür mit gebetet haben. Manchmal lassen Gebetsantworten lang auf sich warten.

Montag, Mai 08, 2006

Studierzimmer



Eröffnung des neuen Zimmers



zum ersten Mal auf dem Weg ins Studierzimmer



Wir danken der Dhaka Internationalen Kirche, die uns Geld für die Einrichtung des Studierzimmers gegeben haben. Wir haben 23 Tische und Stühle, genug für alle Älteren.

Samstag, Mai 06, 2006

Tuntu und Ukwoching



Die beiden beendeten im Dezember 2004 die 10. Klasse. Seitdem bereiten sie sich auf die SSC (10. Klasse Prüfung) vor, die erst im März 2006(!) stattfand. Das heißt, dass sie keinen Unterricht mehr besuchten und sich durch Selbststudium und auswendig lernen vorbereitet haben. Die Prüfungen wurden diesen Monat beendet und jetzt warten die beiden bis ca. Juli um herauszufinden, ob sie bestanden haben, oder nicht. Der normale bengalische Landesdurchschnitt besagt, dass nur ca. 50 % bestehen...
Tuntu und Ukwoching sind beide optimistisch. In meinen Augen haben sie sich gut und mit ganzem Herzen auf die Prüfungen vorbereitet. Das kann ich leider nicht von allen Jungen und Mädchen des Waisenhauses sagen!

Mittwoch, Mai 03, 2006

Kleider machen Leute? (oder anders herum)



Jeden Morgen (Sonntag bis Donnerstag), wenn ich Hannah und Larisa zur ca. 30 Minuten entfernten Schule bringe, fahre ich an Tausenden Frauen und Männern vorbei, die in den verschiedenen Kleiderfabriken arbeiten. In unserer Stadt Chittagong gibt es mindestens 300.000 Leute, die in der Kleiderindustrie beschäftigt sind. Die Kleider werden billig hergestellt, und finden dann ihren Weg in die Geschäfte und Boutiquen der westlichen Industrieländer. Ich bin immer wieder fasziniert von der Farbenpracht der einheimischen Kleider, die die Frauen tragen. Kaum sieht man mal ein und das selbe Stück. Neu eingestellte Frauen verdienen um die 20 Euro im Monat, das erhöht sich dann aber im Laufe der Zeit.

Dienstag, Mai 02, 2006

Temperaturen

Die Höchsttemperatur in Chittagong betrug gestern 37° Grad Celsius und die niedrigste (nachts) 22° Grad Celsius. Die Luftfeuchtigkeit war 61%.