Ich, der Herr, der allmächtige Gott, fordere Euch auf: "Denkt darüber nach auf welchen Wegen Ihr wandelt"
Lasst uns unser Leben prüfen und sehen, wo wir eventuell neue Prioritäten setzen müssen. Gehen wir in die richtige Richtung oder sollten wir unseren Kurs etwas korrigieren?
Hier sind die Kinder der Bora Schule unterwegs auf dem Weg ins Waisenhaus zum Computerunterricht. Wir haben im Waisenhaus ein Zimmer mit vielen Computern, wo die Kinder das Computergrundwissen gelernt bekommen.
Kürzlich war Paul bei uns und hat einigen der interessierten Jungen und Mädchen ein paar neue Techniken beigebracht. Wir haben einige talentierte Sportler bei uns im Waisenhaus.
Durch den Zyklon Sidr gab es keine Schäden im Waisenhaus, nur ein kleiner Zaun fiel um. In anderen Teilen Bangladesch´s sieht es schlecht aus. Dort leiden die Menschen.
Hier das neuste aus dem Krisengebiet. Die Zahl der Opfer stieg weiter und liegt nun bei über 700 Menschen. Viele werden noch vermisst. Tausende konnten den Naturgewalten ganz knapp entkommen. Sie erreichten Notunterkünfte, bevor der Sturm ihre Häuser verwüstete. Im Gegensatz zur Katastrophe 1991 hat der Sturm nicht einen dicht bewohnten Küstenstreifen getroffen, sondern zunächst ein fast menschenleeres Naturschutzgebiet. "Sidr" erreichte das Festland Bangladeschs Donnerstag Nacht an den Sunderbans, einem der Weltgrößtem Mangrovenwälder, direkt an der indischen Grenze. Das Auge des Zyklons bewegte sich direkt durch das am wenigsten besiedelte Küstengebiet Bangladeschs. Das war ein Segen.
Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 Kilometern pro Stunde ist der Zyklon Sidr am gestern Abend über den Südwesten Bangladeschs hinweggefegt. Die Behörden sprachen vom schlimmsten Sturm der vergangenen Jahre. Tausende Hütten seien zerstört, unzählige Bäume entwurzelt worden. Mindestens 280 Menschen sollen ums Leben gekommen sein. Die Zahl der Opfer könnte aber noch steigen, denn bislang ist das ganze Ausmaß der Schäden noch unklar. Strom- und Telefonleitungen in die Katastrophenregion wurden zerstört. Auch das Nachbarland Indien meldete massive Schäden. Hier in Chittagong gab es starken Regen und Stürme. Für uns ist es glimpflich ausgegangen. Viele der Evakuierten sind in Notunterkünften untergebracht. Bereits gestern hatten die Behörden hunderttausende Menschen in den betroffenen Gebieten evakuiert.
Das Wetterbüro verhängte die Warnstufe 9 für Chittagong und Cox's Bazar. Es wird gefürchtet das der Hurrikane gegen Mittag die Küste von Khulna-Barisal erreicht, es sei denn, das er den Kurs ändert. Wir wissen das Gott einfach ALLES verändern kann.
Colleen liest an verschiedenen Tagen mit den älteren Mädchen eine Biographie von Gladys Alward. Hinterher gibt es Zeit für Fragen und Antworten. Colleen hofft und betet, dass sie die Mädchen damit inspirieren kann.
Alle Kinder und Jugendlichen hatten Ferien wegen diversen Feiertagen. Der Fastenmonat Ramadan, die Eid Feierlichkeiten und das hinduistische Durja Puja liegen nun hinter uns. Bis zum Ende des bengalischen Schuljahres im Dezember ist es nicht mehr weit.
Im Oktober feierte unsere Hannah ihren 13. Geburtstag. Wir sind (meist) stolz auf sie, sie ist uns eine große Hilfe im Waisenhaus. Wir sind auch froh, dass sie (bisher) nicht zu den Teenagern gehört, die denken, dass sie bis 10.00 Uhr oder länger schlafen müssen. An ihren freien Tagen hilft Hannah bei einem Strassenkinder Projekt oder hilft bei den Kleinkindern im Waisenhaus. Ruben hatte den anderen "Kühn Familiengeburtstag" im letzten Monat. Er wurde 6 Jahre alt. Ruben ist sehr glücklich im Waisenhaus und geht nicht so gerne weg. Er wird weiterhin von Colleen vorschulisch unterrichtet und kommt so Gott will im August 2008 in die Schule.
In den letzten Wochen wurde im "Home of Love" ein kulturelles Tabu gebrochen und viele Mädchen lernten das Fahrrad fahren. In den 10 Jahren, wo ich in Bangladesch lebe, habe ich, soweit ich mich erinnern kann, noch nie ein einheimisches Mädchen oder Frau gesehen, die Fahrrad gefahren sind. Ausländer sieht man ab und an. Auch für viele Jungen war es das erste Mal. Deshalb ist es momentan etwas gefährlich einfach so über das Waisenhausgelände zu schlendern, denn viele haben die Bremse noch nicht entdeckt. Es gab auch schon einige Unfälle.
Als wir kürzlich einen starken Regen für mehrere Stunden hatten, nutzte ich die Gelegenheit und reinigte mal den Spielplatz so richtig mit Bürste von allen Seiten. Ruben half mir dabei.
Gestern war in Bangladesch ganz schöne Aufregung. Um die Mittagszeit herum gab es vor allem im Süden Bangladeschs ein Erdbeben. Das Zentrum des Bebens war in der Nähe von Ruma, das ist nahe bei der bengalisch-indischen Grenze. (der gelbe Bereich unten rechts) Da dort nicht so viele Menschen wohnen und es auch keine Hochhäuser gibt gab es keine Toten.
In Chittagong war viel los. In der Zeitung las sich das Leute der verschiedenen Religionen mitten auf der Strasse mit dem Beten anfingen. Larisa und ich waren am Mittagessen in unserer Wohnung (neben dem Waisenhaus) als das Beben anfing. Als wir aus dem Haus rausrennen wollten war das Beben schon wieder vorbei. Ruben (6) der mit den Kindern im Waisenhaus aß erzählte uns später als wir ihn fragten.: Ja, Didi (große Schwester) rief was in bengalisch und alle Kinder und Mitarbeiter rannten hinaus. Ruben kann eigentlich recht gut Bengali aber das Wort "Erdbeben" gehört noch nicht zu seinem Vokabular. Er sagte dann das alle nach einer Minute zum Essen zurückkamen. Colleen war in der Stadt Kleider für Weihnachten zu kaufen.
Das ist weiterhin einer der Lieblingssportarten in Bangladesch. Hier gab es ein Spiel zwischen den Jungen des Jungeninternates und denen des Waisenhauses "Home of Love".
Vor ein paar Tagen kam Sugoto (links) von seinem Heimatdorf zurück. Er musste dorthin, um sich registrieren zu lassen und einige Papiere in Ordnung zu bringen. Während dieser Zeit nahm er auch die Gitarre mit und erzählte uns, dass die Dorfbewohner wollten, dass er fast rund um die Uhr spielen und Lieder singen sollte.
Die Sonne geht nun schon sehr zeitig unter, nämlich gegen 17.45 Uhr. Das Wetter ist dieses Jahr auch etwas anders und die kühlere Jahreszeit brach früher herein.